Aber ich fange ja schon wieder
mittendrin an zu erzählen...
Also, wir kamen nach nur einer halben
Stunde Busfahrt von Danang aus in Hoi An an. Es war Mittagszeit und
somit gönnte sich Martin auch erst mal ein Mittagsschläfchen, bevor
wir unsere Shoppingtour starteten. Denn wie ihr aufmerksamen Leser
euch bestimmt erinnert, ist dieses kleine Städtchen eine Hochburg
für Schneidereien. Das Angebot ist geradezu überwältigend, man
weiß gar nicht, in welchem Shop man sich niederlassen soll. Wir
waren zu faul, uns mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen –
da braucht man ja den ganzen Tag und es war schon 15 Uhr – also
marschierten wir zunächst in ein Geschäft, in dem ich ganz schicke
Wintermäntel entdeckt hatte. Ja, so etwas gibt es hier. Und auch
wenn die Vietnamesen behaupten, dass es im Winter wirklich kalt
werden kann in ihrem Land, glaube ich nicht, dass sie diese hier je
brauchen. Ahnung vom Schneidern dieser haben sie trotzdem und somit
schlug ich zu: ein knallroter Mantel und eine braune Jacke, an der
ich nicht vorbeigehen konnte.
Das Geschäft namens „LANA“ gleich
gegenüber war gefüllt mit Anzügen aller Art und der perfekte Stopp
für Martin. Die Beratung war sehr professionell und die Qualität
erschien ausgezeichnet, es musste nur noch der richtige Anzug
ausgesucht werden – nicht so einfach, wenn man von Kopf bis Fuß
alles entscheiden darf und es Hunderte von Stoffen gibt. Es wurde am
Ende ein sehr schicker grauer Anzug mit zwei passenden Hemden dazu.
Nachdem die Maße genommen waren und angezahlt war, ging es weiter
zum Schuhgeschäft. Ein paar schwarze schicke Schuhe und peppige
bunte für den Alltag waren geplant. Genau, für Martin, ich sagte
nein zu den Schuhen. Und trauere den Higheels jetzt noch nach...
Abholen bzw. anprobieren für eventuelle Änderungen war für den
nächsten Tag geplant.
Dann wurde noch lecker Cau Lau am Fluss
gespeist und über den Nachtmarkt vorbei an vielen bunten Laternen
geschlendert.
Fisch mit Limonengras in Bananenblatt
eine der vielen Boutiquen in Hoi An - hier kommt mein Mantel und meine Jacke her
Martin's Füße werden vermessen
Der nächste Tag begann sonnig, genau
richtig für unser Vorhaben: eine Schnorchel- und Strandtour zu den
nahegelegenen Cham Islands. Die Gruppe war gemischt – Taucher und
Schnorchler zusammen auf dem Boot. Für Martin war es das erste mal.
;) Vietnam ist jetzt nicht gerade das Unterwasser-Paradies, aber für
den Anfang ganz schön. Ich bin ja sehr verwöhnt mit Australien. ;)
Und das „Paddeln“ mit den Schwimmflossen ist immer wieder ein
Spaß für sich. Eine Stunde hatten wir Zeit im Wasser und
beobachteten bunte Fische, tiefblaue Seesterne und schimmernde
Korallen. Danach konnte man zwischen einem zweiten Schnorchel-Stopp
oder einem Ausflug ins Fischerdorf auf der größten Insel der Cham
Islands wählen. Wir entschieden uns für letzteres, als einzige
unserer Gruppe und bekamen eine private Führung durchs Dorf und
spazierten danach ungefähr eine halbe Stunde über die Insel zu
einem traumhaften Strand, wo wir in Hängematten unter Palmen auf die
anderen warteten zum Mittagessen. Danach hatten wir noch weitere 1 ½
Stunden zum Relaxen an diesem wunderschönen Ort. Die Bilder beweisen
es:
Häuschen im Fischerdorf
bunte Fischerboote fahren späten Nachmittag hinaus
Der Tag war also rundum gelungen und
die 1 ½ Millionen Dong wert. ;) Abends wurde wieder lecker gegessen
und dann Souvenirs auf dem Nachtmarkt geshoppt. Ups, psssssssst!!!!!!
Am dritten Tag mieteten wir uns mal
wieder ein Motorrad – welches übrigens echt langsam war. Viel
schneller als 60km/h fuhr das Gerät nicht – darf man normalerweise
auch nicht, aber wer hält sich schon an Regeln... ;) Unser Ziel war
das ca. 60km entfernte My Son – Ruinen noch aus der Zeit der Cham
vom 4. bis 11. Jahrhundert. Es ist Unesco Weltkulturerbe und wirklich
überwältigend. Der Baustil – Gebäude aus rotem Backstein – ist
ein ganz anderer als man sonst in Vietnam sieht. Die Zeit hat jedoch
ganz schön daran genagt und somit ist ein Großteil bereits zerstört
und die Ruinen von Pflanzen überwuchert. Es wurden leider auch viele
Gebäude während des Vietnamkriegs bei Bombardierungen zerstört.
Wir versuchten den Touristengruppen zu entkommen, was gar nicht so
einfach war. Es war außerdem echt heiß an dem Tag und somit
hangelten wir uns von einem Schatten zum anderen. Da wünscht man
sich doch fast wieder Regen. ;)
auf dem Weg nach My Son
die Motorrad-Gangster
Nachmittags eilten wir dann noch von
einem Geschäft zum anderen und holten unsere Sachen ab. Wodurch
unser Portmonee gleich viel leichter wurde. :(
Ein leckeres Cau Lau zu Abend und dann
ging's ab in den Nachtbus nach Dalat, einer Stadt im südlichen
zentralen Hochland von Vietnam. Dort verbrachten wir 2 Nächte und
sind nun in Mui Ne, einem traumhaften Strandort im Süden. Haben
gerade ganz lecker gegessen: geschmorter Tunfisch mit Ananas,
Garnelen in süß-saurer Soße, Muscheln mit Frühlingszwiebeln, dazu
einen Pomelo- und Drachenfruchtsaft und frittierte Bananen mit Honig
als Nachtisch. Mmmmmhh! Um euch mal alle neidisch zu machen... falls
ihr es bisher noch nicht wart. ;)
Mehr zu den letzten 3 Tagen bald.
Morgen geht’s nach Saigon. Und nach 3 Wochen reichen wir auch
endlich mal eine Karte nach, damit ihr auch mal seht, wo wir uns
rumtreiben.
Liebste Grüße!!!
PS: Zeit ins Bett zu gehen, wollen morgen Sonnenaufgang am Strand sehen, d.h. um 5 Uhr früh aufstehen...
So viel Geld will ich auch mal im Portemonnaie haben (man beachte die Rechtschreibung und vergleiche diese mit Deiner im blog... Französisch ist schon länger her-oder?) hi, hi...Auf das Essen bin ich schon sooo lange neidisch, aber Du bekochst uns ja ab nächste Woche für 1,5 Wochen jeden Tag mit einem neuen vietnamesischen Gericht, lecker :) Die Bilder waren wieder alle so schön, aber es ist Euch zu gönnen, ihr seht jedenfalls sehr erholt und glücklich áus! Schade, dass das Abenteuer nächste Woche schon wieder vorbei ist.....da können wir gar keinen blog mehr lesen :(
AntwortenLöschenNee, das war nicht der Freddy der den Eintrag geschrieben hat - das hast Du schon richtig vermutet - oder? Aber seit der PC neu eingerichtet ist, ist meine (Gabi) google-Anmeldung weg, über die ich immer geschrieben habe....aber so steht der Paps auch mal drin - auch wenn er gar nichts davon weiß....:)
AntwortenLöschenAch ihr Lieben, euere Posts sind wirklich immer wieder ganz wunderbar zu lesen und versüßen mir jedes Mal aufs Neue die Heimfahrt im Bus. Ich bestaune dann immer die wunderbaren Bilder und - da muss ich Papa mal zustimmen - wundere mich auch immer wieder, wie günstig das alles sein muss in Vietnam. Bei den Erlebnissen und Touren, die ihr macht!
AntwortenLöschenIch freue mich auf jeden Fall schon unglaublich doll auf euere Rückkunft und die vielen Bilder, die das Teleobjektiv noch geschossen haben wird. Und natürlich auf die dazugehörigen Geschichten. Ach und vor allem auch darauf, dann irgendwann in einem Kinosaal zu sitzen... uups.. das soll ja nicht verraten werden. :P Ich könnte euer Manager sein..!! ;)
Tut mir übrigens sehr Leid, dass ich trotz meines regen Leseverhaltens in letzter Zeit nicht gepostet habe. Aber von meinem iPad aus geht das irgendwie nicht und zuhause habe ich dann immer so viele Dinge zu tun, dass ich das einfach vergesse. Die Schule geht ja nun in die vierte Woche und ich schlage mich noch ein wenig mit den Anfangsschwierigkeiten, Eingewöhnung in die neuen Zeiten (morgen wieder 5.30 Uhr aufstehen) und den Unterrichtsvorbereitungen rum. Aber ich freue mich sehr für euch, das muss man machen, wenn man studiert.. Oder dann mit der Ausbildung fertig ist.. hehe.. meine Chance kommt nochmal! :P
Seid ganz lieb gedrückt! Ach und mal nebenbei: Ich hab die Zeitrechnung verwuselt.. Wann kommt ihr eigentlich zurück? :)
Meine Chance zum Posten ist nun auch endlich mal gekommen. Mutti Gabi hat sich da ja ihr Privileg erkämpft. Naja, ich habe es ihr kampflos überlassen. Dafür bin ich der stille Genießer all der schönen Texte und Schappschüsse. Mein keineswegs aufrichtiges Beileid habt ihr aber auch, denn es wird bestimmt ein ganz schöner Hammer werden, wenn ihr die vielen Fotos sichten und aussortieren müsst - an die Bearbeitung gar nicht ertst zu denken. So geht es mir jedenfalls immer, wenn ein langer Urlaub nachwirkt (und was bei mir lang ist, ist bei euch ja noch kurz). Aber freut euch ruhig drauf, denn das wird eine seelische Urlaubsverlängerung ohne Gleichen, die euch keiner nehmen kann.
AntwortenLöschenViel Spaß noch in den letzten Tagen !! Knuddelknuddel für die liebe Janamaus (angekommen ?)und einen strammen Handschlag für Biker Martin